seit 1.6.2010 - Stand 19.2.2012
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Premiere Monsieur Ibrahim 2012


am Freitag 28.9.2012, weitere Vorstellungen am Samstag 29.9. um 20 Uhr und Sonntag 30.9.2012 18 Uhr
Kulturpunkt Paulusstr. (neben Welthaus)

"Monsieur Ibrahim und Die Blumen des Koran"

nach dem  gleichnamigen Roman von Eric Emanuel Schmitt

Jahrelang stand das Buch des Franzosen Eric-Emmanuel Schmitt auf den internationalen Bestsellerlisten ganz weit oben. „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ gehört zu den bekanntesten Büchern der Welt, von den Lesern geliebt, von den Kritikern mit Lob überschüttet. „Ein Lehrstück in Sachen Güte“, schwärmt Elke Heidenreich, „ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch!“

Übertroffen wurde dieser Riesenerfolg nur noch durch den Film, in dem Omar Sharif die Titelrolle verkörperte und für Begeisterungsstürme beim Publikum sorgte. Kein Wunder, dass diese herzerwärmende Komödie längst auch die Bühne erobert hat.

Mit einem sensiblen Gespür für jüdischen Witz und muslimische Lebensfreude erzählt Eric Emanuel Schmitt in diesem kleinen, feinen Stück über Toleranz und Menschenliebe das Märchen einer Freundschaft. Auf der einen Seite sehen wir Monsieur Ibrahim, den freundlichen Kolonialwarenhändler, der für alle in der Rue Bleue nur der „Araber an der Ecke“ ist, und der - wie es scheint -  schon immer alt war - und weise. Ihm gegenüber erleben wir Moses, den jüdischen Jungen, den alle Momo nennen. Er begegnet der gelassenen, ein wenig geistesabwesenden Ruhe von Monsieur Ibrahim mit einer gewissen Herablassung. Und manchmal kann er der Versuchung nicht widerstehen, dem komischen Araber ein paar Konservendosen zu klauen.

Momo wohnt zusammen mit seinem Vater, einem Rechtsanwalt, der sich hinter einem Berg von Büchern und Bitterkeit verschanzt, um ansonsten seinen Sohn mit schlechter Laune und Liebesentzug zu quälen. Dennoch gibt sich der Junge alle Mühe, um „Papa“ das Leben angenehm zu machen, um so doch irgendwann die Zuneigung des mürrischen Patriarchen zu erlangen. Gleichzeitig träumt Momo von den Mädchen in der Rue de Paradis, bei denen man für ein paar Franc Liebe kaufen kann.

Eines Tages entdeckt er verdutzt, dass Monsieur Ibrahim seine Gedanken lesen kann, weil er nicht so verwirrt ist, wie es scheint - denn er weiß über alles Bescheid: die Diebstähle, die Jungenträume, den Ärger mit dem Vater. Doch statt ihn zu bestrafen, schenkt der alte Herr  dem Jungen ein Lachen, statt ihn mit Vorwürfen zu überhäufen, bringt er ihm Verständnis entgegen, und statt ihn mit Ermahnungen zu traktieren, erzählt er ihm Geschichten vom Erwachsenwerden und tanzenden Derwischen.

Als Momos Vater stirbt, entschließt sich Monsieur Ibrahim, den Jungen zu adoptieren. Und dann nimmt er ihn mit auf eine Reise in seine Heimat und die Zuschauer sind eingeladen, die beiden auf dieser wunderbaren Fahrt zu begleiten. ...



Gefördert von Ministerpräsidentin NRW, Stiftung der Sparkasse Bielefeld und Kulturamt der Stadt Bielefeld

Darsteller: Martin Neumann; N.N.

Regie: Hans-Peter Krüger (Dortmund)