Fortbildungen für
pädagogische Fachkräfte
im Elementar-, Vorschul- und Primarbereich
in Ausbildung und Praxis
Weiterbildung ist notwendig, um den vielfältigen Anforderungen, die ErzieherInnen und LehrerInnen zu bewältigen haben, gerecht zu werden:
· pädagogische Arbeit mit unter 3 jährigen Kindern
· Sprachförderung, besonders im Hinblick auf Kinder mit Migrationhintergrund
· Bewegungsförderung aufgrund von Bewegungsmangel und Zunahme von Adipositas, u.a.
· Förderung der Sozial-, Sprach- und Handlungskompetenz
· Reflexion der eigenen beruflichen Rolle
Wir bieten Methoden aus den Bereichen Theaterspiel, Körperwahrnehmung und Kreativer Tanz. Diese eröffnen vielfältige Formen des gemeinsamen Erlebens, geben neue Impulse, vertiefen die bisherigen Kenntnisse, bringen Abwechslung in den pädagogischen Alltag und fördern die Motivation und Freude an der Arbeit.
Sie fördern die Sprachentwicklung, Kommunikationsfähigkeit, soziale Kompetenz, Beweglichkeit und ermöglichen ganzheitliches Lernen.
Die Teilnehmer/innen kommen hierbei dem eigenen Spielverständnis auf die Spur und gewinnen Gestaltungsspielräume für den beruflichen Alltag.
Die Fortbildungsinhalte sind so ausgerichtet, dass sich praxisnahe und theoretische Module ergänzen und dadurch im pädagogischen Alltag Anwendung finden.
Die Seminare sind sowohl für Berufsanfänger-Innen als auch für Fachkräfte aus der pädagogischen Praxis konzipiert.
ORGANISATORISCHES
Wir stellen Ihnen gerne unsere Arbeit persönlich vor und beraten Sie bei der Auswahl.
Seminarangebote als Baustein oder Einzelveranstaltung sind als 1 ½ - 3 tägige Veranstaltungen zu buchen.
Impuls- und Schnupperangebote sind auch halbtägig möglich.
Die Seminarkosten sind abhängig vom Thema, der Anzahl der ReferentInnen, den Seminarmaterialien und den Unterrichtstunden.
Seminarleitung
Diemut Döninghaus Diplom Sozialpädagogin, Theaterpädagogin (BuT), Tanzpädagogin
Bettina Huhn Diplom Kulturpädagogin, Theaterpädagogin(BuT), Regisseurin
Anja Klostermann Diplom Pädagogin, Mastercoach(ISP/DGfC), Tanz- und Theaterpädagogin, Musikerin
Martin Neumann Mastercoach(ISP/DGfC), Kommunikationstrainer, Theaterpädagoge (BuT), Schauspieler
FachreferentInnen für Sprachrhythmus und Musik
Ø SPIEL MIT MIR, ICH LERN VON DIR
Schau Dir an, was ich schon kann
Arbeit mit Kindern unter drei Jahren
Ø ICH SPRECH MIT DIR UND DU MIT MIR
Förderung der Sprachkompetenz
Ø LIES MIR VOR, ICH BIN GANZ OHR
Literacy
Ø GUCK MAL HIN, WER ICH GRAD BIN!
Theaterspiel als Instrument der Sprachförderung
Ø Kleine Helden – Freche Gören ?!
Geschlechtsbewusste Arbeit
Ø THEATERSPIEL IN DER PÄDAGOGISCHEN PRAXIS
Ø KREATIVER TANZ
Ø ENTSPANNUNG UND KÖRPERERFAHRUNG
Ø SINNESERFAHRUNG: MIT ALLEN SINNEN LEBEN
Ø ROLLENFINDUNG – Auseinandersetzung mit der beruflichen Rolle
Ø INNEHALTEN ALS NOTWENDIGKEIT UND CHANCE
Ø Körpersprache und sprachlicher Ausdruck
SPIEL MIT MIR, ICH LERN VON DIR
Schau Dir an, was ich schon kann
Arbeit mit Kindern unter drei Jahren
Gemeinsames Spielen und ausprobieren verschiedener Spielmaterialien eignet sich schon für Unter-Dreijährige und fördert sie gezielt in ihrer emotionalen, motorischen und sensorischen Entwicklung. Zudem fördern Spiele Kinder ganz gezielt in der Ausbildung ihrer sprachlichen und kreativen Fähigkeiten und machen dazu noch viel Spaß.
ICH SPRECH MIT DIR UND DU MIT MIR
Förderung der Sprachkompetenz
Auch für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren
Sprache ist in unserer Gesellschaft das Kommunikationsmittel schlechthin. Durch gezielte Sprachförderung, die die Fähigkeiten, Erfahrungen und Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt stellt, lernen sie sich deutlich und verständlich auszudrücken. Ihnen wird Sicherheit, Orientierung und Selbstbewusstsein gegeben. Indem die Kinder aktiv und kreativ Sprache einsetzen und erleben, lernen sie sich und andere besser kennen und ganz spielerisch, sich in ihrer Lebenswelt zurechtzufinden.
LIES MIR VOR, ICH BIN GANZ OHR
Literacy
Kinder lieben Geschichten, ob sie nun vorgelesen oder erzählt werden. Geschichten helfen Kindern, ihre Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken zu verarbeiten, sich mitzuteilen und Sprache sinnvoll einzusetzen. Sie lernen Geschichten verstehen und selber erzählen. Das unterstützt den Spracherwerb, das Einsetzen der Sprache und erhöht die Chancen beim Entwickeln der Schriftsprache.
GUCK MAL HIN, WER ICH GRAD BIN!
Theaterspiel als Instrument der Sprachförderung
Kinder schlüpfen gern in verschiedene Rollen und probieren so in geschütztem Rahmen verschiedene Sprach-, Handlungs- und Verhaltensmuster aus und erfahren, welche Reaktionen sie erleben und wie sie selber reagieren können. Es erweitert ihre Sozial-, Sprach- und Handlungskompetenzen.
Kleine Helden – Freche Gören ?!
Geschlechtsbewusste Arbeit
Kinder sind Mädchen und Jungen. Stark geprägt von dem, was die Erwachsenen ihnen vorleben und was sie im Kontakt mit Gleichaltrigen erleben, entwickeln sie Vorstellungen davon, was von einem Jungen/einem Mädchen, bzw. einem Mann/einer Frau in unserer Gesellschaft erwartet wird. Fachkräfte sollten Kindern vielfältige Identifikationsmöglichkeiten anbieten. Grundlegende Voraussetzung ist, besonders im Hinblick darauf, dass die Fachkräfte überwiegend weiblich sind, die eigenen Vorstellungen über „typisch weibliche“ und „typisch männliche“ Verhaltensweisen und Erwartungen kritisch zu reflektieren.
Ø In welchen Situationen verhalte ich mich typisch weiblich, bzw. männlich?
Ø Welche Verhaltensweisen der Jungen und Mädchen fördere ich und welche empfinde ich als unerwünscht oder unangemessen?
Ø Welche Angebote biete ich den Mädchen, welche den Jungen an?
Ø Welche Angebote werden von Mädchen, bzw. von Jungen oder von allen wie genutzt?
Ø Wie „geschlechtstypisch“ sind die Räume gestaltet, Spielmöglichkeiten, Bilderbücher und Materialien ausgewählt?
THEATERSPIEL IN DER PÄDAGOGISCHEN PRAXIS
Spiel ist elementarer Bestandteil kindlicher Entwicklungs- und Sozialisationsprozesse. Indem Kinder in Rollen schlüpfen, Haltungen und Bewegungsformen erproben, lernen sie, sich in verschiedene Situationen und Personen einzufühlen und Konflikte zu bewältigen. Sie formen und gestalten ihren Ausdruck, um sich mitzuteilen. Angeleitetes Theaterspiel bietet hier wirkungsvolle Unterstützung und Ergänzung in der pädagogischen Praxis. Von Atem-, Stimm- und Bewegungsarbeit für das Theaterspiel führt unser Weg über die Improvisation mit Hilfe von Figuren, Themen, Bilderbüchern oder Geschichten zur szenischen Arbeit und zur Entwicklung kurzer Szenen und Stücke.
Ø Wie wird ein Theaterstück entwickelt und inszeniert?
Ø Wie werden “tausend Ideen” zu einem Ganzen zusammengesetzt?
Ø Wie verläuft der Schaffensprozess in der Gruppe?
KREATIVER TANZ
Kreativer Tanz bedeutet den eigenen Körper als Instrument des Tanzes zu entdecken und wahrzunehmen, mit diesem Instrument zu spielen und in Kontakt mit einem/einer PartnerIn und/oder einer Gruppe einen eigenen Tanz zu kreieren. Durch Improvisationen und Bewegungsmuster erarbeiten die TeilnehmerInnen kleine Tänze, die Anwendung in Kindergärten und Tagesstätten finden können. Ein bewegtes Zusammenspiel, Freude und Spaß für ErzieherInnen und Kinder bieten eine Möglichkeit mit einer Gruppe in Bewegung zu kommen. Musik und Objekte (wie Tücher, Zeitungen etc.) dienen als Anregung. Dabei werden Vorstellungsbilder und Bewegungsspiele situations- und kindorientiert eingesetzt. Kreativer Tanz stimuliert die gesamte Entwicklung des Kindes, bietet Bewegungsmöglichkeiten auch für “Angsthasen” und “Quälgeister”.
ENTSPANNUNG UND KÖRPERERFAHRUNG
Dieses Seminar bietet vielfältige Anreize auf eine Entdeckungsreise zu gehen und dabei den Körper spielerisch zu erfahren und auf bewusste Weise zu erleben. Verschiedene Methoden der Körperlehre, sowie Atem-, Stimmtechnik, Entspannungsübungen und Massage sind Inhalt des Seminars. Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung sensibilisieren, geben Handlungsmöglichkeiten für den Alltag, machen Grenzen und Möglichkeiten des eigenen Körpers erfahrbar.
Bewusste Entspannung und Körpererfahrung wirken sich positiv aus z.B. bei Schlafstörungen, Bewegungsunruhe, Nervosität sowie beim Abbau von Ängsten und Stress. Phantasievolle Übungen und Bilder helfen, dem Ziel näher zu kommen.
SINNESERFAHRUNG: MIT ALLEN SINNEN LEBEN
Kinder können in unserer heutigen Lebenswelt immer weniger direkte sinnliche Erfahrungen machen. Vor allem Fernsehen, Computerspiele und Videos locken mit ihren packenden Bildern und ersetzen so Selbsterleben durch indirekte Erfahrungen. Ein Weg wieder bewusst Zugänge zu unseren Sinnen zu bekommen und Kindern Möglichkeiten zu bieten, sich zu entfalten ist das Angebot von Spielräumen. Der lebendige und spielerische Umgang mit den eigenen Sinnen steht hier im Vordergrund. Ganzheitliche Sinneserfahrung fördert die gesamte kindliche Entwicklung und bietet gezielte Anregungen, Wahrnehmungsstörungen zu vermindern und neue “Erfahrungsfelder der Sinne” zu ermöglichen.
ROLLENFINDUNG - EINE AUSEINANDERSETZUNG MIT DER BERUFLICHEN ROLLE
Jeden Tag spielen sich in Kindergärten/Kindertagesstätten ähnliche Szenen ab: die Rollen scheinen fest gefügt bei KollegInnen, Eltern und Kindern. Gleiche Situationen kehren immer wieder. Doch die vertrauten Verhaltensmuster werden den Anforderungen oft nicht mehr gerecht.
Ø Wer spielt die Hauptrolle, wer ist Statist, Kritiker in den “Inszenierungen” des Kindergartenalltags?
Ø Welche Rollen verkörpere ich? Welche möchte ich spielen?
Ø Was geschieht, wenn ich aus der Rolle falle?
Die TeilnehmerInnen erkunden die Gestaltungsspielräume, die es voll auszuschöpfen gilt. Um Antworten zu finden, werden die darstellerischen Methoden des Theaters und des Rollenspiels genutzt. Das Seminar bietet im doppelten Sinn ”Spiel-Raum” um mit verschiedenen Rollen zu experimentieren, neue Varianten zu entdecken und die täglichen Inszenierungen in Beruf und Alltag kreativ gestalten zu können.
Fallbeispiele aus der eigenen Praxis werden auf phantasievolle Weise bearbeitet.
INNEHALTEN ALS NOTWENDIGKEIT UND CHANCE
Auf Grund zunehmender Arbeitsverdichtung, enger werdenden Personalressourcen, knappen Finanz- und Zeitbudgets entsteht der Eindruck, immer schneller und mehr arbeiten zu müssen. Mitarbeiter und Teams gelangen dadurch eher an Grenzen der Belastbarkeit.
Doch so paradox es klingen mag, wer effektiv arbeiten möchte, muss langsamer werden und sich gut überlegen, wie er seine Kräfte und Zeit einteilen will. Sinnvolles Innehalten kann dazu beitragen, in der aktuellen Situation Spielräume wahr zu nehmen und zu entwickeln, einem Gefühl des Ausgebranntseins vorzubeugen und wieder aufzutanken.
Dieser Kurs gibt Impulse und Anleitungen, Stresssituationen zu unterbrechen (innehalten), produktiven Umgang mit (Arbeits-)Zeit für sich zu entwickeln.
Ø Standortbestimmung – Selbstregulation - Selbstverantwortung
Ø Entspannungstechniken, Körper- und Bewegungsarbeit
Körpersprache und sprachlicher Ausdruck
Im beruflichen Alltag werden an die Stimme vielfältige Anforderungen gestellt: singen, erzählen, vorlesen, Gruppen (an)leiten, Teamsitzungen und Elternabende gestalten. Kinder unterschiedlichen Alters und verschiedener Kulturen in einer Gruppe fordern das Sprachvermögen und den körpersprachlichen Ausdruck der pädagogischen Fachkräfte. Auf dem Hintergrund der o.g. Praxisfelder werden die TeilnehmerInnen Stimme und sprachlichen Ausdruck erlebnisorientiert, spielerisch und praxisnah entdecken.
Ø Wie ist meine Wirksamkeit und Wirkung in und vor Gruppen?
Ø Welches Zusammenspiel bilden unsere Worte mit Gestik und Mimik?
Ø Wie sichtbar wird für unsere GesprächspartnerInnen unsere innere und äußere Haltung beim Reden?
Ø Wie können wir überzeugend unseren Standpunkt vertreten und vielleicht behaupten?
Ø Wie gewinnen wir Sicherheit?